Schon gewusst?

Nachfolgend mein neuer Artikel  – auch zu finden im Bello Ausgabe 3/2014.
Bello – Das Magazin für Hundefreunde im MK & Hagen

Änderung des Tierschutzgesetzes –

Erlaubnispflicht für Hundetrainer nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG

Die Gesetzesänderung bedeutet, wer ab dem 1. August 2014 gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.

Nachweis der Sachkunde

Demnach benötigen alle Hundeausbilder, Hundetrainer, Hundeverhaltenstherapeuten und -psychologen eine Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes. Sie müssen ihre Sachkunde durch einen anerkannten Qualifikationslehrgang nachweisen. Vordergründig will man durch diese Änderung des Tierschutzgesetzes im Sinne der Tiere und des Tierschutzes bestimmte Mindestqualitätsstandards sicherstellen.
So weit so gut. Grundsätzlich keine schlechte Idee. Bisher konnte sich jeder Hundebegeisterte einfach Hundetrainer nennen und dann als solcher arbeiten. Folglich gibt es Hundetrainer und Hundeschulen inzwischen wie Sand am Meer. Der Gedanke hinter dieser Gesetzesänderung klingt somit grundsätzlich erstmal positiv, wirft jedoch bei näherer Betrachtung einige Fragen auf!

Der Teufel steckt im Detail

Bedauerlicherweise gibt es – was die Umsetzung dieser Änderung des Tierschutzgesetzes betrifft – keine bundeseinheitliche Regelung. Die Gesetzesänderung scheint im Detail nicht zu Ende gedacht. Die erwähnten Mindestqualitätsstandards sind scheinbar bisher nicht genau definiert. Welche Auswirkungen wird die Erlaubnispflicht beispielsweise auf Vereine und deren Trainer haben, die ja meist ehrenamtlich arbeiten. Bekommen sie die Erlaubnis automatisch? Auch ist nicht klar, welche Qualifikationen überhaupt anerkannt werden und nach den ersten Erfahrungen scheint dies auch von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt zu sein. Im Einzelnen könnte dies bedeuten, dass der eine oder andere Trainer noch eine Prüfung ablegen muss. Zusätzlich zur behördlichen Genehmigung ist dies mit weiteren Kosten verbunden. Die Vermutung liegt nahe, dass man hier nur eine alternative Möglichkeit gefunden hat, die Kassen der Länder und Kommunen mit weiteren Einnahmen zu füllen.

Wer hat den Nutzen?

Inzwischen werden von verschiedenen Einrichtungen Sachkundelehrgänge angeboten, die auf die Prüfung der zuständigen Veterinärämter vorbereiten wollen bzw. von diesen anerkannt werden sollen. Man verweist jedoch direkt darauf, dass der Lehrgang der Behörde erst noch zur Prüfung vorliegt und somit bisher nicht anerkannt wird. Was ist denn da los? Außerdem drängt sich in diesem Zusammenhang die Frage auf, wer hier die Inhalte festlegt? Die Reihenfolge scheint hier nicht ganz stimmig zu sein. Ein paar schlaue Köpfe scheinen auch hier weitere Einnahmequellen zu wittern und die momentane Verwirrung und Orientierungslosigkeit in der Hundeszene für sich nutzen zu wollen.

Hundetrainer und Hundehalter zeigen sich in der Folge gleichermaßen verwirrt. Wer hier noch den Überblick behält, Hut ab! Das kann und darf nicht Sinn und Zweck einer solchen Gesetzesänderung sein. Wo hier im Sinne der Tiere und des Tierschutzes entschieden wurde bleibt mir bislang schleierhaft.
Gesetz den Fall, eine Hundeschule oder ein Hundetrainer besteht die Überprüfung durch das Veterinäramt nicht. Was passiert dann? Wie geht es dann im Einzelfall weiter? Darf er oder sie dem Beruf nicht mehr nachgehen? Würde tatsächlich ein Berufsverbot ausgesprochen? Gibt es eine Möglichkeit, eine weitere Prüfung abzulegen oder muss nun erstmal jeder um seine Existenz als Trainer fürchten?

Für die Tiere und den Tierschutz

Abschließend kann ich nur hoffen, dass die Einführung dieser Gesetzesänderung nicht dazu führt, dass nur noch nach einer bestimmten Trainingsphilosophie mit den Menschen und ihren Hunden gearbeitet wird. Sondern tatsächlich im Sinne der Tiere und des Tierschutzes entschieden wird und dabei im Umgang mit Mensch und Tier die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse Berücksichtigung finden. In der Theorie wird hoffentlich nicht noch auf veraltete Fachbücher gesetzt. Viel Praxis sollte meiner Meinung nach im Vordergrund stehen. Und auf einen positiven Umgang mit Hund und Halter sollte Wert gelegt werden. Es sollte sichergestellt sein, dass der Ratsuchende Hundehalter diesen auch findet. Egal nach welcher Philosophie der jeweilige Trainer arbeitet, vorausgesetzt, dass Training erfolgt unter liebevoller Anleitung und führt letztlich zu einem harmonischen Miteinander zwischen Zwei- und Vierbeiner. Denn jede Mensch-Hund-Beziehung ist einzigartig und daher auch als solche zu betrachten, schließlich bringt jedes Lebewesen seine bisherigen Lernerfahrungen und individuellen Bedürfnisse in die Beziehung mit ein. Hier nur nach einem bestimmten Schema vorzugehen wäre meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz und demnach wenig hilfreich für alle Beteiligten. Auch darf eine erteilte Erlaubnis nicht als Qualitätssiegel missverstanden werden, sagt sie doch erstmal wenig bis gar nichts über die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Trainer und Hundeschulen aus. Sie bescheinigt lediglich, dass der jeweilige Trainer oder die die Hundeschule die von der Behörde gestellten Mindestanforderungen erfüllt hat. Wie das im Detail aussehen wird, bleibt nun abzuwarten.

Hoffen wir, dass die nächsten Wochen mehr Klarheit für uns alle bringen.
In diesem Sinne wünsche ich viele entspannte Spaziergänge!

Friederike Stracke
Mensch Dein Hund

weitere Informationen zum Thema finden sich übrigens auch hier Arbeitsgemeinschaft § 11

Wir verstehen uns.

Mensch Dein Hund Beziehung‚Wer so spricht, dass er verstanden wird, spricht gut.‘ Molière

Ich bin Vegetarier. Seit nunmehr 23 Jahren esse ich kein Fleisch. Aus freien Stücken – aus Überzeugung. Ich gehe viel bewußter mit tierischen Nahrungsmitteln wie Milch etc. um, ich kaufe Naturkosmetik und nein, ich esse auch keinen Fisch. Auch Fische haben Familie. Ich zwinge meine Einstellung niemandem auf. Wer überzeugt ist, Fleisch zu essen, der soll das auch weiterhin tun. Das ist mein Standpunkt, den vertrete ich sehr klar. Es ist daher nicht verwunderlich, dass meine Umwelt meine Einstellung, die schon einer Philosophie gleichkommt, zwar hinterfragt, aber selten bis nie in Frage stellt.

Keine Angst, meine Hunde ernähre ich nicht vegetarisch. Das wäre in meinen Augen tierschutzrelevant. Meine Hunde BARFe ich (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung) aus Überzeugung. Hunde gehören zu den Carnivoren – Fleischfressern. Ein Widerspruch mag jetzt der Eine oder Andere denken. Ich denke nicht, denn ich mache beides aus Überzeugung! Ich habe mir das gut überlegt und somit meine Gründe und Argumente für diese Art der Ernährung. Wer überzeugt ist, Fertigfutter ist gut für seinen Hund, der soll auch dabei bleiben. Ich möchte niemanden ‚bekehren‘.

Genauso funktioniert es auch im Training mit meinen Hunden. Wenn es Probleme in der Mensch-Hund-Beziehung gibt, kann ich einen Hundetrainer kontaktieren. Wenn das nicht zum gewünschten Ergebnis führt, kann ich noch einen anderen Hundetrainer aufsuchen. Oder ich versuche es einmal in einer Hundeschule. Das könnte ewig so weitergehen. Hundetrainer und Hundeschulen gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

‚Nur der Überzeugte überzeugt.‘ von Theodor Körner

Letztlich können mir ganz viele Menschen ganz viele Wege aufzeigen. Gehen muss ich den Weg, für den ich mich entscheide jedoch immer selbst. Nur ich allein kann den ersten Schritt tun und muss mich dabei zuerst für eine Richtung entscheiden. Wenn ich nicht hinter dem stehe, was ich tue, hilft all‘ dies nicht viel. Wenn ich nicht überzeugt von meinem Tun und Handeln bin, warum sollte mein Hund dann von mir überzeugt sein? Es spielt auch keine Rolle, was andere über meine Entscheidungen denken. Wichtig ist, dass ich zu mir und meinen Entscheidungen stehe. Wie im richtigen Leben.

Wenn ich meine Entscheidung ständig anzweifel, wird auch mein Hund mich und meine Entscheidungen in Frage stellen. Das ausgetüftelte Trainingskonzept wird so nicht funktionieren. Fragen Sie sich deshalb immer, ob das Training für Sie und Ihren Hund passt. Wie fühlt es sich an, wenn Sie es im Alltag leben? Was sagt Ihre Intuition? Nur wenn Sie auch 100%ig von dem überzeugt sind, was Sie tun, wird Ihr Hund Ihnen vertrauensvoll folgen.

Friederike Stracke
Mensch Dein Hund

 

Ostergrüße !!!

Wir wünschen schöne Ostertage!!! Genießt die Zeit mit Euren Liebsten (Zwei- und Vierbeinern ;-))!!!

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Ostern_Charlie

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Ostern_Eddie

Der perfekte Hund(ehalter)

In guten wie in schlechten Zeiten.

Ich bin Hundetrainerin. Durch meine Ausbildung habe ich mir viel Wissen rund um Hunde und ihr Verhalten angeeignet und durch die Teilnahme an verschiedenen Seminaren und praxisbezogenen Workshops bilde ich mich stetig weiter.

Ich bin auch Hundehalter. Mit mir leben zur Zeit 3 spanische Mischlinge. Eine Hündin und 2 Rüden, wobei ein Rüde zur Pflege bei uns ist und wir noch ein Zuhause für ihn suchen.
Wer nun meint, meine Hunde würden in jeder Alltagssituation perfekt funktionieren, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen!
‚Aber sie ist doch Trainerin!‘ wird jetzt der ein oder andere denken. Sicherlich bin ich Trainer und das auch mit viel Leidenschaft für Mensch und Tier! Dennoch sind meine Hunde auch nur Lebewesen. Sie kommen aus dem Ausland und jeder von ihnen hat seine ganz eigene Geschichte.

Ich habe mich bewußt für meine Hunde entschieden. Auch mit dem Wissen, dass es nicht immer einfach werden würde. Aber durchaus bereit, mein Leben mit ihnen zu verbringen. In guten wie in schlechten Zeiten. Ich stehe zu meinen Hunden und auch dazu, dass sie nicht perfekt sind. Ich akzeptiere sie so, wie sie sind. Das ist der erste Schritt. Wir führen eine Beziehung, die auf ehrlicher Kommunikation basiert und dabei sind wir nicht immer einer Meinung. Das macht Kommunikation aus.
Meine Hunde sind keine Maschinen, wo man vielleicht nur ein paar Schrauben festdreht und ein Rädchen austauscht und schon läuft es wieder rund.

 

internet_mdh_11Jeder Hund ist einzigartig.

Selbstverständlich! Trotzdem bringen Hunde aus dem Tierschutz ihre – häufig extremen – Erfahrungen mit, die sich nicht mal eben löschen lassen. Anders, als ein Welpe, der (vorausgesetzt, er kommt von einem guten Züchter oder aus einem kompetenten Umfeld) noch ein ‚unbeschriebenes Blatt‘ ist. Und daher viel mehr die Bereitschaft mitbringt, sich seinen neuen Menschen anzuschließen.

Bei den meisten Hunden aus dem Tierschutz sieht die Sache schon anders aus. Wenn sie zum Beispiel aus dem Ausland kommen, sind sie häufig das Leben auf der Straße gewohnt. Was leider oft einem Überlebenskampf gleichkommt. Sie schlagen sich alleine durch. Die Strategien, die sie im Laufe der Zeit aufgrunddessen entwickelt haben, haben sich bewährt. Plötzlich landen sie bei uns. Kulturschock. Manche kannten vorher nichtmal ein Haus von innen. Und wir erwarten, dass sie sich uns anschließen, stubenrein sind und nichts anknabbern. Sich an uns orientieren und uns folgen. Warum sollten sie? Sie sind doch bis dato ihr ganzes Leben super ohne uns klar gekommen!

Ja, mit so einem Hund hat man es manchmal nicht leicht. Weder als Hundehalter, noch als Trainer. Trotzdem möchte ich meine beiden Fellmonster nicht mehr missen. Sie gehören zu mir und lehren mich viel über Ruhe, Geduld, Gelassenheit, Verständnis und Respekt. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

 

Mensch Dein Hund BeziehungEinfach kann jeder.

Und hier sehe ich auch meinen Vorteil, zwei nicht ganz so einfache Hunde zu haben. Ich habe sehr viel Verständnis für meine Kunden und die Probleme mit ihren Hunden. Ich kann mich sehr gut in sie hineinversetzen, kann ihnen Mut machen und eben auch auf die Erfahrungen mit meinen eigenen Hunden zurückgreifen.

0815-Methoden oder DIE Lösung gibt es für die wenigsten Hunde. Auch, wenn unsere Gesellschaft in der heutigen Zeit noch immer erwartet, dass unsere Vierbeiner ‚funktionieren‘ und sich an unsere Regeln halten. So hilft es doch, wenn wir mehr Verständnis für diese Hunde und ihre Menschen aufbringen. Egal, ob Hundehalter oder Trainer.

Hunde sind sehr anpassungsfähig und manche leisten enorm viel, trotzdem gehören sie einer anderen Spezies an und haben ihre eigenen Bedürfnisse und Regeln – teilweise auch basierend auf ihren bisherigen Erfahrungen.

Und manchmal, ja manchmal brauchen die Dinge auch einfach ihre Zeit! Dies im Hinterkopf zu haben, nimmt den Druck raus und bringt uns im Alltag schon ein ganzes Stückchen mehr zusammen. Und das ist es letztendlich doch auch, was wir uns für uns und unsere Hunde wünschen.

 

Friederike Stracke
Mensch Dein Hund

 

Abendvortrag: Wir verstehen uns.

internet_mdh_11Auf Spaziergängen ist Ihr Hund mit seiner Aufmerksamkeit überall, nur nicht bei Ihnen. Sie rufen ihn und vielleicht kommt er beim dritten Mal auch. Darauf verlassen können Sie sich nicht. Wenn er dann kommt, loben Sie ihn oder er bekommt seinen Keks, denn er ist ja gekommen. Aber was bestätigen Sie in dem Moment eigentlich? Und was versteht Ihr Hund?

Je mehr Kommandos und Belohnungen Sie benötigen, damit Ihr Hund auf Sie achtet, desto unklarer ist die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

In diesem Abendvortrag erfahren Sie anhand einiger Beispiele und Videos:
– warum Sie Ihren Hund genau beobachten müssen, um etwas wahrnehmen zu können
– wie Sie mit weniger Worten mehr erreichen und für Ihren Hund klarer werden
– wie Sie über Ihre Körpersprache mit Ihrem Hund kommunizieren und so die optimalen Rahmenbedingungen für ein harmonisches Miteinander schaffen

Termin: Dienstag, 29.04.2014
Ort: Gaststätte ‚Zum Linken‘, Elberfelderstraße 31 in 58553 Halver
Zeit: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 1 ½ Stunden
Kosten: 10 € pro Person zzgl. Getränke und Abendessen

Um vorherige Anmeldung wird gebeten, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ihre Anmeldung können Sie gerne telefonisch vornehmen oder per E-Mail.

Dieser Abendvortrag wird angeboten von Mensch Dein Hund und Trainer Mensch Hund.

Workshop zum Thema Spiel

Mini-Outdoor-Workshop

Ohne Spiel ist alles nichts … / Termin: Samstag, 05.04.2013

internet_mdh_8Im Spiel wird das Vertrauen zwischen Mensch und Hund gestärkt. Im Kontext des Leitwolf-Trainings sorgt das Spiel für den Ausgleich zum Druck in der Führung. Und ganz wichtig: Spiel soll in erster Linie Mensch und Hund Spaß machen!!!
Sie lernen in diesem Mini-Outdoor-Workshop: die wichtigsten Spielregeln für das Spiel mit Ihrem Hund, wie Sie Spielmotivation schaffen und wie Sie Ihren Körper im Spiel mit Ihrem Hund richtig einsetzen um so zum wichtigsten Spielpartner Ihres Hundes zu werden.

Treffpunkt: vor der Gaststätte ‚Zum Linken‘, Elberfelderstraße 31, 58553 Halver
Von hier starten wir – mit einigen Zwischenstopps, bei denen Theorie und praktische Übungen ihren Anteil finden – durch Wald und Wiesen und kommen dann nach ca. 2,5 h zum Ausgangspunkt zurück. Der Workshop findet auch bei leichtem Regenwetter statt – daher bitte an entsprechende Kleidung denken. Außerdem benötigen Sie Spielzeug wie z. Bsp. ein Spieltau/ein Zergel/eine Beißwurst oder ähnl. für das Spiel mit Ihrem Vierbeiner.
Beginn: 14:00 h
Dauer: ca. 2,5 h
Kosten: 21 € pro Mensch-Hund-Team (max. 5 Teilnehmer)

Gruppentraining

Wir verstehen uns / Termine:  jeweils Montag, 31.03. + 07.04. + 28.04. + 05.05. + 12.05.2014 

  • Einzeltrainings sind nicht Ihr Ding? Sie lernen lieber in einer Gruppe!
  • Sie hatten bereits ein Einzeltraining bei mir oder einen Workshop und wollen das bereits Gelernte regelmäßig weiter vertiefen!
  • Sie haben mit Ihrem Vierbeiner die Junghundegruppe besucht und wollen nun weiter daran anknüpfen!

IMG_4112Dann kommen Sie in mein Gruppentraining! Sie und Ihr Hund haben Kontakt zu anderen Hundehaltern und
ihren Vierbeinern und lernen gemeinsam in einer kleinen Gruppe von max. 5 Mensch-Hund-Teams.

Kursinhalt: Im Vordergrund steht die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Hund.
Es geht um Körpersprache, Aufmerksamkeit, Vertrauen und gegenseitigen Respekt, um nur ein paar Schlagwörter zu nennen. Welches Feedback bekommen Sie von Ihrem Vierbeiner, wenn Sie etwas einfordern, aber dabei auf den Einsatz von Leine oder Leckerchen verzichten. Wie führen Sie Ihren Hund im Alltag, damit er Ihnen gerne, aber eben ganz ohne Bestechung folgt.

Treffpunkt: auf Anfrage (da Hunde ortsbezogen lernen, treffen wir uns bewußt jeweils an verschiedenen Orten in und um Halver – auch bei leichtem Regenwetter – daher bitte an entsprechende Kleidung denken)

Beginn: jeweils um 17:30 h
Dauer: jeweils ca. 60 Minuten
Kosten: 40 € pro Mensch-Hund-Team für insgesamt 5 Gruppenstunden (max. 5 Teilnehmer) Bitte beachten, die Termine sind nicht einzeln buchbar! Die Kursgebühr ist im Voraus zu entrichten. Kosten für nicht wahrgenommene Termine können nicht erstattet werden! 

 

Der nächste Gruppenkurs startet kurz darauf:

Wir verstehen uns
Termine: jeweils Donnerstag, 03.04. + 10.04. + 08.05. + 15.05. + 22.05.2014
Beginn jeweils um 17:30 h

 

Anmeldung gerne telefonisch oder per E-Mail an info@mensch-dein-hund.de

Es war einmal …

… Spiel, Spaß und Balljunkies

Nachfolgend mein neuer Artikel  – aktuell auch zu finden im Bello Ausgabe 1/2014.
Bello – Das Magazin für Hundefreunde im MK & Hagen

fsit_by_Maja Dumat_pixelio.deKennen Sie solche Aussagen wie: ‚Hunde spielen nicht.‘ oder ‚Ich spiele nicht mit meinem Hund, sonst verliert er noch den Respekt vor mir.‘ oder ‚Wenn ich schon mit ihm spiele, muss ich immer gewinnen, denn wenn ich ihn auch noch gewinnen lasse, wird er dominant.‘ Oder sind Sie vielleicht selbst überzeugt, dass Ihr Hund durch ein ausgelassenes Spiel mit Ihnen weniger Respekt vor Ihnen haben würde?

Warum ist Spiel so wichtig?

Woher stammen diese Ammenmärchen? Um nichts anderes handelt es sich nämlich in diesem Fall. Ich behaupte das Gegenteil! Hunde spielen! Mein Hund verliert im Spiel nicht den Respekt vor mir. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber dann bitte genau hinsehen! Ja, es gibt auch Hunde die nicht spielen. Dafür gibt es meistens einen Grund. Und wenn es den Anschein hat, dass mein Hund im Spiel mit mir den Respekt verliert, muss ich mir eher eine andere Frage gefallen lassen. Nämlich, wie es generell zwischen mir und meinem Hund aussieht, wenn es um Respekt geht. Weiter behaupte ich, im Spiel mit meinem Hund schaffe ich Bindung und somit Vertrauen. Und letztlich, ja, mein Hund darf im Spiel mit mir gewinnen. Haben Sie Kinder? Dann spielen Sie sicherlich auch mit ihnen und ich muss Ihnen nicht erklären, dass Kinder keinen großen Spaß am Spiel haben und kaum motiviert sind, wenn sie häufig verlieren.

7 Gründe, mit Ihrem Hund zu spielen!

  1. Spiel stärkt unser Miteinander. Es schafft Nähe und Vertrauen. Grundsätzlich führen Berührungen, die Ihr Hund als angenehm empfindet, zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytocin. Das ist im Übrigen bei uns Menschen ganz genauso! Entscheident sind dabei Intensität und Dauer der Berührung. Dieses Bindungs- oder auch Kuschelhormon genannt, ist der Gegenspieler von Hormonen, die bei Streß ausgeschüttet werden. Es beeinflusst soziale Interaktionen und wird mit Liebe, Ruhe und Vertrauen in Verbindung gebracht. So liegt es nah, dass dieser sogenannte ‚Sozialkleber‘ auch oder vor allem im körperbetonten Spiel ausgeschüttet wird und somit das Bindungsverhalten zwischen Ihnen und Ihrem Hund nachhaltig positiv beeinflusst.
  2. Spiel macht Erziehung überflüssig. Im Spiel existieren keine Grenzen. Ihr Hund darf Sie zum Spielen auffordern und Sie dürfen ihn auch (z. Bsp. beim Zerren) gewinnen lassen. Er darf häufig gewinnen, nur so kann doch seine Spielmotivation erst aufrechterhalten oder noch gesteigert werden. Dieses freie Spiel bildet das Gegengewicht zur Führung, die Sie Ihrem Hund an anderer Stelle geben und erleichtert diese dadurch sogar! Wenn Ihr Hund Sie als gleichwertigen Spielpartner kennenlernt, wird er sich auch auf Sie als Führungspersönlichkeit leichter einlassen. Wenn er Ihnen im Spiel vertraut, ist das schon die halbe Miete!
  3. Spiel dient natürlich auch dem körperlichen Training, denn dabei werden sowohl die Kondition als auch die Muskeln Ihres Hundes trainiert. Ein junger Hund wird so fit fürs Leben. Sie übrigens ganz nebenbei auch!
  4. Im Spiel lernt Ihr Hund soziale Regeln und Konventionen. Ihr Jungspund trainiert im Spiel Frustrationstoleranz und Impulskontrolle und erlernt so beispielsweise auch die Beißhemmung.
  5. Gerade bei Welpen und heranwachsenden Hunden wird im Spiel noch das Gehirn trainiert. Hierbei geht es vor allem um räumliche Orientierung und Koordination von feinmotorischen Abläufen und Bewegungen.
  6. Zudem sollte das Spiel allen Beteiligten Spaß machen! Dann wird beim Spiel das Hormon Dopamin ausgeschüttet – im Volksmund auch bekannt als Glückshormon. Nach kurzer Zeit wird Ihr Hund motiviert sein, von sich aus Spiel einzufordern. Und wir alle wünschen uns doch einen motivierten Hund, der gerne in unserer Nähe ist und bleibt. Das erreichen Sie nur, wenn Sie wichtiger für Ihren Hund sind, als der Hase oder das Reh.
  7. Letztlich lernt Ihr Hund Sie als Spielpartner kennen und schätzen und wird dann nicht mehr den Drang verspüren, die Spaziergänge ohne Sie spannend zu gestalten, sondern wird mehr in Ihrer Nähe sein wollen. Vorausgesetzt natürlich, Sie lassen ihn häufig gewinnen und er bleibt motiviert. Kein Hund wird die Weltherrschaft an sich reißen wollen, nur weil er beim Zerren die Beißwurst davonträgt. Dazu bedarf es schon ein bißchen mehr. Er wird eher mit seiner ‚Beute‘ wieder zu Ihnen kommen und mehr Spiel einfordern! Es ist ein tolles Gefühl, wenn Ihr Hund mit freudig-strahlenden Augen zu Ihnen gelaufen kommt und unbedingt mit Ihnen weitermachen will. Lassen Sie sich ruhig darauf ein!

Sie sehen also, es gibt einige Gründe, warum Sie mit Ihrem Vierbeiner häufig spielen und toben sollten!

fsit_by_Klaus Steves_pixelio.deRegeln und Kriterien für Spiel

Grundsätzlich ist es egal, ob sie erstmal mit Futter, mit Spielzeug oder mit vollem Körpereinsatz spielen. Manchen Hunden fällt der Einstieg mit einem Spielzeug leichter, bis dann der Knoten geplatzt ist. Für Spiel brauchen Sie zu Anfang ein entspanntes Umfeld. Weder Sie noch Ihr Hund werden sich unter starker Ablenkung auf ein ausgelassenes Spiel einlassen können. Wenn Sie daran denken im Garten zu spielen, aber nicht zur Belustigung der Nachbarn beitragen wollen, dann beginnen Sie doch im Haus. Für den Fall, dass Ihre Wohnung keinen Raum für ausgiebiges Spiel mit Ihrem Vierbeiner läßt, können Sie auch ‚Eintritt‘ von eventuellen Zuschauern am Gartenzaun oder Wegesrand nehmen.

Damit Spiel für beide Spielpartner Spaß macht und die Motivation erhalten bleibt, braucht es auch Freiwilligkeit. Ich kann meinen Hund selbstverständlich nicht zum Spiel zwingen, wohl aber überprüfen, ob ich – wie schon erwähnt – für den Anfang ein passenderes Umfeld finde. Also bloß nicht verzweifeln oder zu schnell aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Ganz klar ist zu sagen, dass Spiel keine Zielsetzung hat. Im Spiel geht es um Spiel. Grenzen werden aufgehoben. Deshalb ist es auch weiter nicht schlimm, wenn Ihr Hund Sie im Spiel plötzlich anspringt.

fsit_by_Uschi Dreiucker_pixelio.deAber woran erkenne ich Spiel?

Wenn Sie Hunde im Freilauf beobachten und es den Anschein hat, dass gerade ein Spiel im Gange ist, sollten Sie sich ein paar Fragen stellen.
Findet ein häufiger Rollentausch statt? Wird der ‚Jäger‘ auch einmal zum ‚Gejagten‘? Achtung: Wenn Sie das so nicht beobachten, handelt es sich u.U. um Mobbing und Sie sollten das Geschehen kurz unterbrechen oder je nach Heftigkeit auch ganz unterbinden. Schließlich sind Sie für die körperliche Unversehrtheit Ihres Hundes verantwortlich.

Zeigt einer der Hunde im Spiel das sogenannte Selbsthandicap? Macht sich beispielsweise der größere Hund für sein Gegenüber etwas kleiner? Wird der schnellere Vierbeiner vielleicht langsamer? Ein weiteres Kennzeichen für Spiel ist auch eine tiefe Körperhaltung, die sogenannte Vorderkörpertiefstellung.

Generell gelten übertriebene Bewegungen und Gesten (dazu gehört auch das Spielgesicht) als Kennzeichen für Spiel. Und auch als Mensch können Sie sich Anschleichen, Wegschleichen und Sie können durch Erstarren und durch ruckartige Bewegungen Spannung aufbauen.

Wagen Sie ein Experiment! Begegnen Sie Ihrem Hund auf Augenhöhe und spiegeln Sie seine Körpersprache im Spiel. Das kann auch bedeutet, dass Sie für eine Zeit auf allen Vieren auf der Wiese unterwegs sind. Ich verspreche Ihnen, Sie werden es nicht bereuen!

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Ein weiteres Märchen dreht sich um das Spiel mit dem Ball. Ist das wirklich Spiel, wenn der Ball fliegt? Bei genauerem Hinsehen, werden Sie keines der o.g. Kennzeichen beim Wurfspiel mit dem Ball beobachten können.

Daher ist Vorsicht geboten. Ballspiel birgt ein gewisses Suchtpotential, wenn der Hund wie ferngesteuert nur noch hinter dem Ball herjagt und völlig egal ist, wer das Objekt der Begierde bedient. Sie werden so ungewollt zur Ballwurfmaschine und jederzeit austauschbar! Das liegt daran, dass auch bei dieser Handlung die Selbstbelohnungsdroge Dopamin ausgeschüttet wird. Dummerweise jedoch nicht in Ihrer Nähe, sondern von Ihnen weg in einiger Entfernung (dort, wo der Hund den Ball wieder einsammelt) und Sie wollen doch das genau Gegenteil, nämlich Nähe und Vertrauen in Ihrer Mensch-Hund-Beziehung!

Nicht nur der Mensch, auch der Ball lässt sich hier austauschen. Es gibt Hunde, die sind auf andere Gegenstände fixiert und kaum mehr ansprechbar, sobald sie den Gegenstand entdeckt haben. Also die Situation immer genau beobachten! Überspitzt gesagt, würden Sie einem Drogenabhängigen auch nicht die Spritze reichen, sondern ihm dringend einen Entzug ans Herz legen.

Für den Bewegungsapparat des Hundes sind Ballspiele etc., bei denen der Hund aus hoher Geschwindigkeit eine Vollbremsung hinlegt, um ein Objekt einzusammeln oder zu fangen ebenfalls eine unnötige Belastung. Wenn Sie dennoch nicht auf gelegentliches Ballspiel verzichten wollen, reduzieren Sie die Häufigkeit und vermeiden Sie ‚Kaltstarts‘, um Verletzungen vorzubeugen.

Sinnvoller sind in jedem Fall gemeinsame Jagd- und Rennspiele, körperliches Rangeln oder Raufen oder Zergeln um eine Beißwurst oder ein Zerrseil. Wenn Ihr Hund tendenziell schnell auf 180 ist, machen ruhigere Spiele und gemeinsame Aktivitäten grundsätzlich mehr Sinn. Sie können beispielsweise auch Futter einsetzen. Fragen Sie sich zuerst, was ist meinem Hund wichtig, Futter oder Spielzeug. Danach entscheiden Sie. Oder Sie verzichten öfter mal ganz auf Futter oder Spielzeug und spielen mit vollem Körpereinsatz. Dabei sparen Sie sich auch ganz nebenbei den Gang ins Fitneßstudio!

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Raufen und Toben mit Ihrem Vierbeiner!

Friederike Stracke
Mensch Dein Hund

Abendvortrag: Wir verstehen uns.

Auf Spaziergängen ist Ihr Hund mit seiner Aufmerksamkeit überall, nur nicht bei Ihnen. Sie rufen ihn und vielleicht kommt er beim dritten Mal auch. Darauf verlassen können Sie sich nicht. Wenn er dann kommt, loben Sie ihn oder er bekommt seinen Keks, denn er ist ja gekommen. Aber was bestätigen Sie in dem Moment eigentlich? Und was versteht Ihr Hund?

Je mehr Kommandos und Belohnungen Sie benötigen, damit Ihr Hund auf Sie achtet, desto unklarer ist die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

In diesem Abendvortrag erfahren Sie anhand einiger Beispiele und Videos:
– warum Sie Ihren Hund genau beobachten müssen, um etwas wahrnehmen zu können
– wie Sie mit weniger Worten mehr erreichen und für Ihren Hund klarer werden
– wie Sie über Ihre Körpersprache mit Ihrem Hund kommunizieren und so die optimalen Rahmenbedingungen für ein harmonisches Miteinander schaffen

Termin: Dienstag, 18.03.2014 ausgebucht! Der nächste Abendvortrag ist am 29.04.2014!
Ort: Gaststätte ‚Zum Linken‘, Elberfelderstraße 31 in 58553 Halver
Zeit: 19:30 Uhr
Dauer: ca. 1 ½ Stunden
Kosten: 10 € pro Person zzgl. Getränke und Abendessen

Um vorherige Anmeldung wird gebeten, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ihre Anmeldung können Sie gerne telefonisch vornehmen oder per E-Mail.

Dieser Abendvortrag wird angeboten von Mensch Dein Hund und Trainer Mensch Hund.

Mein Hundeplatz …

Stempel Mensch Dein Hund… ist der Alltag!

Kennen Sie das? Auf dem Hundeplatz, den Sie regelmäßig besuchen, funktioniert alles reibungslos! Ihr Vierbeiner ist meist begeistert bei der Sache – wie Sie auch – und kann es häufig bereits vor dem Training kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Sobald Sie jedoch den Platz verlassen und wieder in den Alltag zurückkehren, treten Probleme auf. Alles, was zuvor auf dem Platz noch wunderbar klappte, läuft plötzlich nicht zufriedenstellend oder scheint vergessen. Leinenführigkeit, was war das nochmal!?

Woran liegt das? Hunde lernen ortsbezogen! So einfach ist das. Wenn Sie für den Alltag trainieren, sollte das Training daher an verschiedenen Orten und nach Möglichkeit, zu verschiedenen Zeiten und unter verschiedenen Ablenkungen und Außenreizen stattfinden!

Woran liegt das noch? Im Alltag ist eben Alltag und auch Sie sind schnell mal abgelenkt oder eben nicht ganz bei der Sache. Und das nutzt der ein oder andere Vierbeiner dann gerne für sich aus. Im Training auf dem Platz sind Sie dagegen sehr konzentriert. Sie sind in dieser Zeit körperlich und mental präsent und das bemerkt Ihr Hund sofort. Ich zeige Ihnen, wie Sie das alltägliche Zusammenleben mit Ihrem Hund so gestalten, dass auch fernab vom Hundeplatz alles rund läuft. Deshalb trainiere ich mit Ihnen dort, wo die Probleme bestehen – im Alltag!